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PostHeaderIcon Sukalia: “Ich bin kein zweiter Felix Magath“

PostDateIcon Mittwoch, den 18. Januar 2012 um 13:17 Uhr | PostAuthorIcon Autor: Martina Moser | PDF Drucken E-Mail
Das schreibt die NÖN am 16.01.2012
ASK Kottingbrunn / Der neue Trainer im NÖN-Gespräch: Über seine Philosophie, seine Ziele und die Wünsche für den Kader. (Wolfgang Wallner)
 NÖN:Die ersten Trainingseinheiten mit Ihrem neuen Team sind absolviert. wie sieht der erste Eindruck aus?
Markus Sukalia: Durchwegs positiv. Es sind alle Spieler mit dabei. Viele Akteure kenne ich aus meiner Trainerzeit in Retz, mit Levent Sengül habe ich in Kottingbrunn schon zusammen gespielt.
NÖN:
Ihre Trainerbestellung wurde erst kurz vor Weihnachten fixiert. Ein Problem?
Markus Sukalia: Je früher man als Trainer Bescheid weiß, desto einfacher ist es. Es war die Entscheidung der Vereinsleitung, etwas länger zu warten. Für mich war’s klar, dass Kottingbrunn eine reizvolle Aufgabe ist. Der ASK ist eine Top-Adresse, gehörte auch in der Regionalliga zu den Topklubs. Infrastruktur und finanzieller Background sind vorhanden.
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NÖN: Mit Retz haben Sie um den Titel in der Landesliga mitgespielt. Ähnliches wird jetzt wohl auch in Kottingbrunn erwartet?
Markus Sukalia: Eine offizielle Vorgabe gibt es nicht. Aber natürlich wollen wir an den Herbst anschließen und den eingeschlagenen Weg fortführen. Heuer noch ein Wort um den Aufstieg mitzureden, wird schwer. Aber sag niemals nie! Mittelfristig ist die Regionalliga das Ziel.
NÖN: Der Abschied aus Retz verlief recht turbulent. Wie sehen Sie das heute?
Wir haben damals, Kopf an Kopf mit Amstetten, um den Titel gespielt. Ich war damals der Meinung, wenn der Spieler Sukalia der Mannschaft weiterhelfen kann und diese das auch will, muss ihn der Trainer Sukalia auch aufstellen. Um ein Fixleiberl ist es nie gegangen, leider hat die Sache dann eine Eigendynamik bekommen.
NÖN: Der Kottingbrunner Vorstand wollte einen Coach mit harter Hand. Als welchen Trainertyp würden Sie sich sehen?
Markus Sukalia: Ein zweiter Felix Magath bin ich sicher nicht. Disziplin und Respekt sind sicherlich ein großes Thema, ich setzte aber auch auf Selbstverantwortung der Spieler und ein Mitspracherecht der Mannschaft. Spaß muss dabei sein, aber am Platz will ich optimale Leistung und keinen Firlefanz sehen. Dafür muss man in der Vorbereitung den Grundstein legen.
NÖN:Gibt’s ein Vorbild auf dem Trainer-Sektor?
Markus Sukalia: Eher Klopp als Magath. Mir taugt, wie er Euphorie ins Team bringt. Viel gelernt habe ich von Andi Hackstock, der damals in Parndorf aus zehn Neuen eine Meistermannschaft geformt hat. Aus Klassespielern eine erfolgreiche Mannschaft zu formen zeichnet einen Top-Trainer aus.
NÖN: Sie setzen auf einen eigenen Konditionstrainer in der Vorbereitung. Was versprechen Sie sich davon?
Markus Sukalia: Mit Alex Stadler habe ich schon in Retz zusammengearbeitet. Ich weiß, was er kann. Alex wird sich speziell um die Grundlagenausdauer kümmern. Und für die Spieler ist es eine Abwechslung, ein neuer Reiz, wenn mal jemand anderer die Übungen leitet.
NÖN: Als Aktiver waren Sie ein Defensivspezialist. Liegt dort auch als Trainer der Fokus?
Markus Sukalia: In Retz hatte ich sehr gute Offensivleute, dementsprechend war auch die Spielanlage. Wichtig ist, dass die Mannschaft kompakt agiert, aus einer gesicherten Defensive nach vorne spielt. Das 4-4-2 oder das 4-2-3-1, wie es bisher in Kottingbrunn praktiziert wurde, wird es auch in Zukunft geben.
NÖN: Ein neuer Trainer wünscht sich meist auch neue Spieler. Was ist am Transfermarkt geplant?
Markus Sukalia: Einen erfahrenden Spieler für den Defensivbereich hätte ich schon gerne. Insgesamt wird der Kader aber kleiner werden, mir 21 Leuten ist er für die Liga zu groß. Drei Legionäre sind ein Luxus, wir werden wahrscheinlich einen abgeben.

Markus Sukalia

Geboren am 30. Jänner 1972.
Größe: 1,86 Meter.
Stationen als Aktiver: Admira Wacker (bis 1994), WAC St. Andrä, Wiener Sportclub, WAC St. Andrä, SV-Feldkirchen, SKN St. Pölten (Erste Liga).
Greenock Morton (Schottland 2. Liga, 1997), Albuquerque Geckos (Vereinigten Staaten, 1998), SC Untersiebenbrunn (1998-2000), SV Hundsheim (2000-2001).
ASK Kottingbrunn (2001-2003), SC/ESV Parndorf (2003-2006); Trausdorf, Purbach, Marchegg.
Trainer-Stationen: SC Retz, SC Marchegg (am Sommer 2011).
Ausbildung: UEFA-B Lizenz, zur Zeit „bastelt“ Sukalia an der Trainer-A-Lizenz.

Aktualisiert ( Mittwoch, den 18. Januar 2012 um 15:59 Uhr )

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